Hypo Real Estate Bank AG:Verhandlungen über EUR 50 Mrd Liquiditätsfazilität für die HRE Group abgeschlossen/ Vorläufiges negatives Ergebnis im dritten Quartal 2008 ca. EUR 3,1 Mrd. vor Steuern einschließl. ca. EUR 2,5 Mrd. Abschreibung auf DEPFA
Hypo Real Estate Bank AG / Vereinbarung/Quartalsergebnis
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• Verhandlungen über EUR 50 Mrd. Liquiditätsfazilität für Hypo Real Estate
Group abgeschlossen
• Vorläufiges negatives Ergebnis im dritten Quartal 2008 ca. EUR 3,1 Mrd.
vor Steuern einschließlich ca. EUR 2,5 Mrd. Abschreibung auf immaterielle
Vermögenswerte (DEPFA)
• Weitere Ergebnisbelastungen im vierten Quartal 2008 und 2009 erwartet
• Antrag auf Unterstützung durch SoFFin in Vorbereitung
Die Hypo Real Estate Group und ein Finanzkonsortium, die Deutsche
Bundesbank und die Bundesregierung haben sich über die bereits angekündigte
und vom Bund teilweise garantierte Liquiditätsfazilität in Höhe von EUR 50
Mrd. abschließend geeinigt. Die entsprechende Vertragsdokumentation ist
unterzeichnet bzw. unterschriftsreif. Die Bereitstellung der Mittel unter
der Fazilität ist für den 13. November 2008 vorgesehen.
Vorbehaltlich einer Verlängerung der Bundesgarantie über den 31. März 2009
hinaus hat die Liquiditätsfazilität eine Laufzeit bis zum 31. Dezember
2009. Im Einklang mit den EU-Vorschriften hat die Garantie des Bundes
zunächst eine Laufzeit bis zum 31. März 2009. Über eine Verlängerung der
Garantie des Bundes über diesen Zeitpunkt hinaus wird sich die Hypo Real
Estate Group mit dem Bund zu gegebener Zeit ins Benehmen setzen.
Die Kosten für die Liquiditätsfazilität entsprechen auf Basis der
vertraglichen Vereinbarungen und heutigen Referenzzinssätzen einer
laufenden Marge von durchschnittlich 93 Basispunkten p.a. über dem
3-Monats-Euribor. Darüber hinaus ist ein Besserungsschein mit Kosten von
weiteren durchschnittlich 90 Basispunkten p.a. vereinbart, der kumulativ
über 7 Jahre zu bedienen ist, soweit die Gruppe im jeweiligen
Geschäftsjahr ein positives Ergebnis vor Steuern erwirtschaftet, und der
auf maximal EUR 100 Mio p.a. in den Jahren 2009-2011 bzw. maximal EUR 150
Mio. in den Jahren 2012-2015 begrenzt ist.
Die Hypo Real Estate Group stellt für die Liquiditätslinien Sicherheiten,
d.h. Darlehen und Wertpapiere, im Umfang von EUR 60 Mrd. zur Verfügung.
Darüber hinaus hat die Hypo Real Estate Holding AG ihre Anteile an den
operativen Tochterbanken der Gruppe als Sicherheit für die Bundesgarantie
verpfändet.
Das negative Konzernergebnis der Hypo Real Estate Group beträgt im dritten
Quartal 2008 vor dem Hintergrund der weiter verschärften globalen
Finanzkrise auf Basis vorläufiger, noch nicht final mit dem Aufsichtsrat
abgestimmter Zahlen ca. EUR 3,1 Mrd. Das negative Ergebnis ist zu einem
großen Teil auf die vollständige Abschreibung des bei der Hypo Real Estate
Holding AG bilanzierten Goodwills und anderer immaterieller Vermögenswerte
aus der DEPFA Erstkonsolidierung in Höhe von ca. EUR 2,5 Mrd.
zurückzuführen. Dabei handelt es sich um Buchwertabschreibungen, die nicht
zu Zahlungsabflüssen führen. Da der DEPFA-Goodwill und die immateriellen
Vermögenswerte bereits in der Vergangenheit beim Ausweis des
regulatorischen Kernkapitals abgezogen waren, ist mit dem auf die
Abschreibung entfallenden Verlust keine Verringerung der Kernkapitalquote
der Hypo Real Estate Group verbunden. Weitere Belastungen für die
Erfolgsrechnung des dritten Quartals 2008 in Höhe von insgesamt ca. EUR 600
Mio. resultieren unter anderem aus den Folgen des Zusammenbruchs von Lehman
Brothers, der Situation in Island, einer weiteren Abschreibung auf die
Beteiligung an Babcock & Brown sowie weiteren Wertverlusten auf die
CDO-Bestände der Hypo Real Estate Group. Darüber hinaus wurden mit Blick
auf die Verschlechterung der Immobilienmärkte die
Portfolio-Wertberichtigungen um ca. EUR 100 Mio. erhöht.
Die Kernkapitalquote der Hypo Real Estate Group nach BIZ (HGB) beträgt zum
30. September 2008 6,8% (inkl. Marktrisikopositionen, zum Vergleich: 8,2%
per 30. Juni 2008).
Die Hypo Real Estate Group erwartet für das vierte Quartal weitere
Ergebnisbelastungen aufgrund der Kosten der vereinbarten
Liquiditätsfazilität einschließlich der Mehrkosten für eine interimistische
Überbrückung des Liquiditätsengpasses durch die Bundesbank bis zum 13.
Dezember 2008, welche von dem Bund und dem Finanzmarktstabilisierungsfonds
(SoFFin) garantiert wird, sowie durch Aufwendungen im Zusammenhang mit
einer notwendigen Restrukturierung und Neuausrichtung der Gruppe. Insgesamt
bleibt das Marktumfeld schwierig. Die Kosten der EUR 50 Mrd.
Liquiditätsfazilität und der Restrukturierung werden auch das Ergebnis des
Jahres 2009 belasten.
Die Hypo Real Estate Group wird den vollständigen Zwischenbericht zum 30.
September 2008, anders als bislang angekündigt, nicht am 12. November,
sondern am 17. November 2008 vorlegen.
Wie bereits am 29. Oktober 2008 angekündigt, bemüht sich die Hypo Real
Estate Group über die Liquiditätsfazilität hinaus um weitere umfassende
Unterstützungsmaßnahmen durch den SoFFin. Diese Unterstützung soll sowohl
zusätzlichen Liquiditäts- als auch erheblichen Kapitalbedarf decken. Die
Gewährung einer solchen Unterstützung durch den SoFFin ist Grundlage für
eine notwendige Restrukturierung und Neuausrichtung der Gruppe. Die
entsprechenden Anträge an den SoFFin werden derzeit von der Hypo Real
Estate Group vorbereitet.
Kontakt:
Reiner Barthuber +49-89-203007-201
12.11.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
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ISIN: DE0008084047, DE0008127200, DE0008127218, DE0008127226, , ,
WKN: 808404, 812720, 812721, 812722, , Eine vollständige Übersicht der Eigenemissionen der Hypo Real Estate Bank AG (ISIN, Börse,Segment) finden Sie unter:, www.hyporealestate.com/7923.php
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