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pbb Fußabdruck

Mit dem Ziel eines 1,5 Grad-Klima Alignments bis 2050 hat sich der pbb Konzern ein langfristiges Klimaziel gesetzt.  Dieses erreicht er neben den nachhaltigen Ansatzpunkten im Kreditgeschäft und der Refinanzierung auch durch den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Der pbb Konzern erfasst seine Treibhausgasemissionen gemäß Greenhouse Gas Protocol in drei Kategorien (Scope 1–3) und ist bestrebt,  diese kontinuierlich zu reduzieren. Auch wenn die Vermeidung und die Reduktion der Emissionen im Vordergrund steht, fallen Emissionen an, die nicht vermieden werden können („Sockel-Verbrauch“).

In der Vergangenheit hat die pbb ihren aus dem Geschäftsbetrieb resultierenden CO2-Fußabdruck über CO2-Zertifikate kompensiert. Gemeinsam mit ClimatePartner Impact haben wir 2025 ein Projekt zur Förderung der Biodiversität im Naturpark Ammergauer Alpen gestartet, um einen echten, messbaren und lokalen Beitrag zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität zu leisten. Weitere Informationen finden Sie hier
 

 

Fußabdruck Geschäftsbetrieb

Nachhaltige Betriebsökologie und eine effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen im eigenen Geschäftsbetrieb sind Grundvoraussetzungen, um den Herausforderungen des Klimawandels effektiv zu begegnen. Im Verhaltenskodex verpflichtet sich der pbb Konzern zu einer nachhaltigen und umweltverträglichen Abwicklung seiner Geschäfte sowie zur Identifizierung von Umweltrisiken, die bei seiner Geschäftstätigkeit entstehen könnten.

Hierunter fallen bei der pbb die Emissionen der Dienstwagen. Im Jahr 2022 beendete die pbb die für die deutschen Standorte gültige Dienstwagenregelung. So kommt es sukzessive zum Abbau des bestehenden Fuhrparks. 

Im Vergleich zum Vorjahr lag die Anzahl der Dienstwagen mit 8 Fahrzeugen (2024: 23 Fahrzeuge) wieder deutlich unter dem Vorjahreswert. Insgesamt verursachten die Dienstwagen 45,24 t CO2eq (2024: 139 t CO2eq). Ein Großteil der Leasingverträge ist bis Ende 2025 ausgelaufen und wurde nicht weiter verlängert. Die weiteren Verträge laufen bis Ende 2026 aus. 

Darüber hinaus wird der pbb Konzern weiterhin Poolfahrzeuge für dienstliche Zwecke bereitstellen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass etwaige bankseitige THG-Einsparungen durch die Abschaffung der Dienstwagenflotte durch entsprechende THG-Emissionen von privat genutzten Kraftfahrzeugen der Mitarbeiter wieder ausgeglichen, aufgeholt oder sogar übertroffen werden. Hierzu liegen jedoch derzeit keine Daten vor. Die pbb fördert das umweltfreundliche Pendeln der Mitarbeitenden (siehe Scope 3-Emissionen).

Bis zum Jahr 2030 soll die Reduktion der Scope-1-Emissionen auf 190 t CO2eq fortgesetzt werden.

Hierunter fallen bei der pbb die indirekten Emissionen aus gekauftem Strom für die angemieteten Flächen an den Standorten der pbb. Der Business Campus Garching, auf dem sich das von der pbb angemietete Gebäude befindet, fungiert als Unternehmenssitz und ist auf den verantwortungsvollen Umgang mit seinen Ressourcen ausgerichtet. Die Bauweise des Gebäudes erfolgte nach modernen Energiestandards zum Zeitpunkt der Erstellung der Immobilie. Im Jahr 2023 wurde zudem die digitale Infrastruktur des Business Campus umfassend geprüft und zertifiziert.

Die Energiezentrale sowie die geländeüberspannende Gebäudeleittechnik ermöglichen den Anschluss an regenerative Energiequellen und optimieren so den Energieverbrauch. Das im Campusgelände aufgefangene Regenwasser wird in Zisternen gesammelt, gesäubert und für die gesamte Bewässerung der Außenanlagen verwendet. Besucherstellplätze sind nicht versiegelt. In den Wintermonaten wird der Business Campus über das aus der Geothermie geförderte heiße Wasser der EWG Garching regenerativ beheizt, während das geothermische Heißwasser im Sommer mittels Absorbertechnik in kaltes Wasser umgewandelt und dann zur Kühlung der Büroflächen verwendet werden kann. Der Business Campus betreibt Photovoltaikanlagen, von deren Leistung ein hoher Anteil in das Stromnetz des Business Campus eingespeist wird. Der sonstige Stromverbrauch des Business Campus ist durch Ökostrom abgedeckt, der mittels Wasser- und Windkraftanlagen erzeugt wird. Der gesamte Strombedarf des Unternehmenssitzes wird bereits seit dem Jahr 2011 vollständig aus Ökostrom gedeckt.

Seit dem Jahr 2015 verwenden auch die anderen deutschen Standorte der pbb vollständig Ökostrom. Die ausländischen Standorte beziehen ihren Strom ebenfalls weitestgehend aus erneuerbaren Energien. Ausnahmen sind die Büros in Madrid, Stockholm und New York, welche nur teilweise mit Ökostrom versorgt werden. Hier werden, wenn möglich, mittelfristige Energieeffizienzmaßnahmen eingeplant.

Zudem wird durch eine energieeffiziente Büroausstattung sowie ein striktes bedarfsgerechtes Gerätemanagement dauerhaft Strom eingespart.

Eine Übersicht des Stromverbrauchs aller Standorte finden Sie hier.

Für das Jahr 2030 ist angestrebt, maximale Scope-2-Emissionen bezogen auf den Stromverbrauch von 5,3 t CO2eq zu emittieren.

Hierunter fallen Emissionen aus dem Betrieb von Rechenzentren, von Dienstreisen sowie dem Pendeln der Mitarbeitenden.

Neben dem Datenschutz und der Ausfallsicherheit der Rechenzentren ist auch die Power Usage Effectiveness ein wichtiger Wert. Dieser drückt die Energieeffizienz eines Rechenzentrums aus. Die mit dem in Frankfurt ansässigen Rechenzentrum vertraglich vereinbarte Power Usage Effectiveness von 1,6 konnte seit dem Jahr 2020 eingehalten werden. Zudem wurde der Stromverbrauch des Rechenzentrums mit Ökostrom gedeckt.

Wo Reisen notwendig sind, werden alle Mitarbeitenden der pbb ermutigt, die Bahn als nachhaltigste Reiseoption zu nutzen. Zusätzlich wurde für die einzelnen Bereiche ein Tool zum besseren Monitoring der Emissionen durch Dienstreisen entwickelt. Hiermit erhalten die Bereiche einen Überblick über die verursachen CO2-Emissionen durch deren Dienstreisen. 
Die aus Flug- und Bahnreisen sowie aus Hotelaufenthalten resultierenden CO2-Emissionen lagen gruppenweit bei 426 t CO2eq (2024: 506 t CO2eq). 

Sowohl der Unternehmenssitz in Garching als auch die anderen Standorte der pbb sind an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. Durch die Bereitstellung von Lademöglichkeiten in Garching wird zudem die Nutzung von Elektromobilität gefördert. Darüber hinaus gibt es Carsharing-Angebote sowie das Angebot zur Bildung von Fahrgemeinschaften. Zudem gibt es am Standort Garching zusätzlich eine Lademöglichkeit für E-Bikes im Fahrradkeller. Für Mitarbeitende in Deutschland wird umweltfreundliches Pendeln durch die Förderung des Deutschlandtickets attraktiver gestaltet. 

Fußabdruck REF Portfolio

Der pbb Konzern hat Sustainable Finance als zentrale Säule seiner Nachhaltigkeitsstrategie definiert. Ziel ist es, nachhaltige Finanzierungen sowohl bei der Kreditvergabe als auch bei der Refinanzierung zu fördern. Die Nachhaltigkeitsstrategie zielt grundsätzlich darauf ab, den Erwerb grüner Objekte sowie grüner Entwicklungen und Transformationsprojekte zu fördern. 

Wir verfügen über die Emissionsdaten für jede von uns finanzierte Immobilien. Dafür verwenden wir die die Einstufung anhand eines Datenqualitätsscores der PCAF von eins bis vier. 
Für die Daten mit den Datenqualitätsscores eins bis drei werden Daten aus den Energieausweisen (Verbrauchsausweise oder Bedarfsausweise) der Kunden verwendet. In der Regel beziehen diese Energieausweise lediglich CO2-Emissionen mit ein. Daten mit Datenqualitätsscore vier werden mittels Emissionsfaktoren von PCAF anhand der Objektart und des Landes der finanzierten Immobilie geschätzt. 
Für die Entwicklung des Dekarbonisierungspfades wurden nur Immobilien mit den Datenqualitätsscores eins bis drei für die fünf wesentlichen Objektarten (Residential, Office, Retail, Industrial/Logistics und Hotel/Leisure) verwendet. Somit wurde insgesamt ein Commitment von rund 75% für die Entwicklung des Klimapfades herangezogen.

Der ermittelte Portfoliostartpunkt ermöglicht es, die Dekarbonisierung des Immobilienfinanzierungsportfolios unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsplans und dessen Fortschreibung bis zum Jahr 2050 zu prognostizieren. Zum Zeitpunkt 31. Dezember 2025 lag die THG-Emissionsintensität bei 44,0 kg CO2eq/m2 (2024: 45,9 kg CO2eq/m2).
 

Um das Finanzierungsportfolio am 1,5-Grad-Ziel auszurichten, hat die pbb im Rahmen des Übergangsplans die Maßnahme definiert, einen Dekarbonisierungspfad mit dem Ziel zu entwickeln, die THG-Emissionen im Bankgeschäft zu reduzieren. 
Dieser wurde im Jahr 2024 für das REF-Portfolio entwickelt. Auf Basis der Treibhausgasbilanz des Finanzierungsportfolios wurden Klimaziele festgelegt. Die pbb strebt auf dieser Basis unter anderem an, die THG-Emissionsintensität des REF-Portfolios auf die folgenden Zielwerte für die Jahre 2027, 2028, 2030 und 2050 zu senken. 
 

-    2027: 39,8 kg CO2eq/m2 (0,51 Mio. t CO2eq)
-    2028: 37,2 kg CO2eq/m2 (0,48 Mio. t CO2eq)
-    2030: 31,4 kg CO2eq/m2 (0,42 Mio. t CO2eq)
-    2050: 1,1 kg CO2eq/m2 (0,02 Mio. t CO2eq) 

Der pbb Konzern hat ein datenbasiertes ESG-Ökosystem etabliert.

In einem ersten Schritt werden dabei Daten zu verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekten der finanzierten Immobilienobjekte wie zum Beispiel Green Building Zertifikaten, Baujahr, etc. erhoben und erfasst. Dazu werden die Informationen sowohl aus internen Quellen wie zum Beispiel Fragebögen der Kunden als auch aus Daten von externen Anbietern im Green Tool der pbb zusammengeführt.

Es folgt eine umfangreiche Analyse der Daten hinsichtlich der physischen Risiken, der EU-Taxonomieprüfung und eine Grad-Celsius-Analyse. Ferner werden mithilfe eines eigens entwickelten Dekarbonisierungstools Klimarisiken der einzelnen Immobilie sowie der Dekarbonisierungspfad basierend auf CRREM ermittelt.

Die Ergebnisse der Analysen verwendet der pbb Konzern, um die Interaktion mit seinen Kunden zu verbessern und deren Bedürfnisse durch die Bereitstellung der Analyseergebnisse sowie durch ESG-Produkte des Konzerns, wie beispielsweise den Green Loan, zu befriedigen.

Ziel ist es, bei der Finanzierung des Erwerbs grüner Objekte, bei grünen Entwicklungen und Transformationsprojekten sowie bei energetischen Sanierungen zu unterstützen, und damit in der Rolle als Transformationsfinanzierer einen aktiven Beitrag zur Dekarbonisierung des Immobiliensektors zu leisten.